LICHTPYRAMIDE  
 

Lichtpiramide Bijlmer



Die Lichtpyramide ist eine zeitgemässe Demonstration für den Frieden die in jeder Stadt ausgeführt werden kann. Ein zentral gelegener, offener Platz ist der Standort. In den Eckpfeilern dieser Fläche stellt man 4 Laser auf. In den Abendstunden schiessen sie ihr grünlich fluoriszierendes Licht ins Universum hinaus und formen auf diese Weise eine Pyramide. Von Fern und Nah sieht man die Strahlen und werden die Besucher zu ihr hin geführt. Unter der Lichtskulptur setzen die Menschen ihre Beunruhigung über den Zustand in ihrer Stadt und in der Welt um in eine positive Äusserung für den Frieden. Durch Meditation, Gebet, durch das Singen von Mantra’s und Gesängen, durch Musik zu machen, durch einanders Geschichte zuzuhören und durch das verteilen von Essen und Trinken um ein Lagerfeuer herum, entsteht ein einzigartiges Zusammensein von multikulturellen und multireligiösen Bevölkerungsgruppen aus einer Stadt. Dies gilt als Beispiel für alle Gegenden auf der Welt wo Menschen miteinander in Unfrieden leben.

Die Lichtpyramide war in erster Linie für die Altstadt von Jerusalem gedacht. Im Herbst des Jahres 2000, gleich nach dem Beginn der zweiten Intifadah, ging Rob Schrama nach Jerusalem um eine Anfrage bei der Stadtverwaltung zu machen. Gleichzeitig meditierde und fastete er drei Tage lang auf dem öffentlichen Dächerkomplex oberhalb der Altstadt. Juden, Palästinenser und Touristen schlossen sich ihm an. Meditationen wurden abgewechselt mit Musik, Gesang und Geschichten. Inmitten der auflodernden Gewalt schien Zunäherung und Verständnis trotz allem möglich zu sein.

Obwohl die Stadtverwaltung von Jerusalem die Lichtpyramide unterstützt als eine Friedensinitiative und in der Stadt ein ganzes Team zur Verfügung steht um mit den Vorbereitungen zu beginnen, gibt es im Moment keine Aussicht auf eine konkrete Ausführung des Plans. Die Militärs geben erst ihre Zustimmung wenn die Gewalt aufgehört hat. Was jedoch in Jerusalem unmöglich erscheint ist vielleicht woanders sehr wohl möglich. Im Prinzip strahlt die Lichtpyramide überall Einheit und Verbrüderung aus. Eine Kette von Lichtpyramiden könnte auf diese Weise um den Mittleren Osten gelegt werden, als leuchtendes Beispiel für die dort aufkommende Dunkelheit. Dadurch wird ein Medium geschaffen für all diejenigen, die sich verzweifelt fragen wie man die Gewalt stoppen kann. Wir selbst können etwas dafür tun, dadurch dass wir unsere Energie frei setzen für die Lichtpyramide des Friedens.

Im Sommer 2001 bekam das Künstlerdorf Ruigoord den „Primeur“ und strahlte die Lichtpyramide oberhalb des Festivalgeländes. Ein paar Monate später, am Vorabend der Friedenswoche, erschien die Pyramide in Den Haag und fanden Gläubige, Obdachlose und das ausgehende Publikum einander für den Frieden. In Rotterdam ist eine Lichtpyramide in Vorbereitung, in Zusammenarbeit mit dem Rotterdammer Rat für Lebensanschauungen und Religionen. In Berlin führt man Unterhandlungen mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, um eine Lichtpyramide oberhalb des Holocaust Monuments zustande zu bringen.

Jeder der in seiner eigenen Umgebung mithelfen will eine Lichtpyramide für den Frieden zustande zu bringen, kann Kontakt aufnehmen mit den Initiativnehmern der Lichtpyramide, Rob Schrama und Guido Hoogenboom.



 
 

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